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Unterzuckerung - Was muss ich tun?
 

Unterzuckerung


Unterzuckerung ( Hypoglykämie) bedeutet: Der Blutzucker ist zu niedrig – unter 50 mg/dl (2,8 mmol/l)

Wie bemerkt man eine Unterzuckerung ?

Erste Anzeichen einer Unterzuckerung sind:

  • innere Unruhe

  • Zittern

  • Konzentrationsstörungen

  • Kopfschmerzen

  • Heißhunger

  • Schweißausbruch

  • weiche Knie

Sinkt der Blutzucker noch weiter ab, kann es zu

  • Verwirrtheit

  • Aggressivität

  • Sprech- und Sprachstörungen

  • Bewusstlosigkeit mit Krämpfen kommen

Die Symptome von Alkoholisierung und Hypoglykämie sind ähnlich. Sie und Ihre Mitmenschen können die Symptome verwechseln und so die rechtzeitige Behandlung einer Unterzuckerung versäumen, wenn Sie zuviel Alkohol getrunken haben.

Was ist zu tun?

Erste Anzeichen einer Unterzuckerung erfordern sofortiges Handeln: Essen oder trinken Sie sofort etwas zuckerhaltiges, wie z.B.

  • 3-5 Täfelchen Traubenzucker oder

  • 1 Glas (0,2l) Saft, normale Cola oder Limonade (keine Light-Getränke)

Essen Sie anschließend noch eine Scheibe Brot oder ähnliches, um ein erneutes Absinken des Blutzuckers zu vermeiden. Wenn Sie Ihre Unterzuckerung sehr früh bemerken, reicht es oft aus, 1-2 Stück Obst, Zwieback oder eine Scheibe Brot zu essen. Setzen oder legen Sie sich hin und warten Sie das Abklingen Ihrer Unterzuckerungsanzeichen ab.

Warum kommt es zu einer Unterzuckerung?

Unterzuckerung können auftreten, weil

  • Sie weniger Kohlenhydrate als üblich gegessen haben

  • Sie sich körperlich mehr als üblich betätigt haben

  • Sie versehentlich zuviel Insulin gespritzt haben

  • Sie Alkohol getrunken haben. Alkohol kann noch 12 Stunden nach dem Genuss zu niedrigen Blutzuckerwerten führen!

Wie beugt man einer Unterzuckerung vor?

Kontrollieren Sie regelmäßig Ihren Blutzucker – nur so können Sie lernen, Ihre Blutzuckerreaktionen richtig einzuschätzen.

Essen Sie vor kurzfristigen ungeplanten Aktivitäten ca. 2 BE/KHE, um eine Unterzuckerung zu verhindern. Verringern Sie vor längerfristig geplanten größeren Aktivitäten Ihre Insulindosis – besprechen Sie die Anpassung mit Ihrem Arzt.

Für den Fall einer Unterzuckerung


Tragen Sie überall und immer ausreichend Taubenzucker bei sich ( 1 Packung = 8 Täfelchen). Nehmen Sie immer Ihren ausgefüllten Diabetikerausweis mit. Erklären Sie Ihren Angehörigen und Kollegen genau, wie sie sich im Falle einer Unterzuckerung verhalten sollen, und erklären Sie ihnen gegebenenfalls die Anwendung von Glukagon.

Unterzuckerung mit Bewusstlosigkeit

Wird eine Unterzuckerung nicht sofort behandelt, kann sie zu Bewusstlosigkeit mit Krämpfen führen (hypoglykämischer Schock). Dieser Zustand erfordert unverzügliches Handeln durch einen geschulten Angehörigen.

  • Atemwege freimachen und in stabile Seitenlage bringen! Auf keinen Fall versuchen, Flüssigkeit einzuflößen!

  • Glukagon aufziehen und in die Muskulatur bzw. in das Unterhautfettgewebe spritzen.

  • Falls der Diabetiker nach 10 Minuten noch nicht wieder zu Bewusstsein gekommen ist, Arzt oder Krankenwagen rufen.

  • Sobald der Diabetiker wieder ansprechbar ist, muss er sofort Traubenzucker und/oder andere kohlenhydrathaltige Nahrungsmittel und Getränke erhalten.

Die Anwendung von Glukagon sollte von den Angehörigen regelmäßig geübt werden.

 


 
 
 
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