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Der Besuch beim Augenarzt - Warum ist er so wichtig?
 

Die Augen des Diabetikers


Die Augen sind ein wesentliches Sinnesorgan des Menschen. Nach langjährig bestehendem Diabetes kann eine Retinopathie ( Augenhintergrunds- oder Netzhautschädigung) auftreten.

Ein wesentliches Ziel der Diabetesbehandlung ist die Vermeidung dieser Folgeerkrankung am Auge. Bereits aufgetretene Schäden müssen möglichst frühzeitig behandelt werden.

Vermeiden von Folgeerkrankungen


Die beste Vorsorge treffen Sie, wenn Sie möglichst frühzeitig

  • eine andauernde gute Blutzuckereinstellung anstreben

  • nicht rauchen

  • auf einen normalen Blutdruck achten

Diabetische Retinopathie
Bei der diabetischen Retinopathie erkranken die Gefäße der Netzhaut (= Retina). Die Netzhaut wird durch kleine Blutgefäße (Kapillaren) mit Nähr- und Sauerstoff versorgt – diese werden durch länger andauernde, hohe Blutzuckerwerte geschädigt.

Es werden 2 Formen der diabetischen Retinopathie unterschieden:

Nichtproliferative Retinopathie


Zunächst erweitern sich die kleinen Blutgefäße und werden durchlässig – es kommt zu kleinen Blutungen in der Netzhaut und vermehrten Ablagerungen von Fettsubstanzen; andere Kapillaren verschließen sich – die Netzhaut wird nicht mehr versorgt und geht zugrunde.

Proliferative Retinopathie


Bei dieser Form der Retinopathie kommt es zu Gefäß- und Bindegewebsneubildungen. Sie können in den Glaskörper wuchern. Alle „neuen“ Gefäße können leichter reißen und Blutungen im Auge verursachen. Neue Gefäße und ihr umliegendes Bindegewebe neigen zum Schrumpfen. Durch den dabei entstehenden Zug kann es zu einer Netzhautablösung zur Erblindung kommen.

Laserbehandlung


Bei der Laserbehandlung werden gezielt Laserstrahlen (=gebündeltes Licht), auf die geschädigte Netzhaut „geschossen“. Dies kann Blutungen und krankhafte Blutgefäßwucherungen verhindern oder bereits vorhandene zerstören. Mit einer möglichst frühen Behandlung kann die Fähigkeit zum Erkennen von Einzelheiten, wie z.B. Lesen, in den meisten Fällen erhalten bleiben.

Vitrektomie

Bei ausgedehnten Bindegewebs- und Gefäßwucherungen in den Glaskörper mit der Gefahr der Netzhautablösung muss evtl. der Glaskörper entfernt werden (Vitrektomie), um die Sehfähigkeit zu erhalten.

Regelmäßig zum Augenarzt


Eine erfolgreiche Behandlung der diabetischen Retinopathie hängt von ihrer frühen Entdeckung ab. Das bedeutet:

  • Gehen Sie regelmäßig zum Augenarzt (1xjährlich) – nach 10jähriger Diabetesdauer alle 6 Monate

  • Bitten Sie den Augenarzt, den Augenhintergrund zu spiegeln, d.h. bei weit gestellten Pupillen die Netzhaut nach Veränderungen abzusuchen. Diese Untersuchung ist nicht schmerzhaft

  • Lassen Sie bestehende Veränderungen bald behandeln – dies kann unangenehm sein, ist aber nahezu schmerzlos

  • Bei Blutungsgefahr müssen Sie schwere Hypoglykämien und starke körperliche Anstrengungen vermeiden (z.B. auch starkes Pressen beim Stuhlgang!)

 

 
 
 
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