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Ich bin Diabetikerin - Wie plane ich meine Schwangerschaft?
 

Das Wichtigste


Die Geburt eines gesunden Kindes ist heute für die meisten Diabetikerinnen mit Kinderwunsch möglich. Die Schwangerschaft gilt jedoch als Risikoschwangerschaft und erfordert von der Diabetikerin und ihrem Partner ein hohes Maß an Disziplin und Aufmerksamkeit.

Der Blutzuckerwert vor und während der Schwangerschaft einer Diabetikerin soll im Normbereich liegen, das bedeutet:

  • vor dem Essen zwischen 60 mg/dl (3,3mmol/l) und 120 mg/dl (6,7 mmol/l)

  • nach dem Essen nicht über 140 mg/dl (7,8 mmol/l)

Eine Diabetikerin sollte ihre Schwangerschaft nach Möglichkeit planen. Sie sollte vorher

  • gelernt haben, ihren Blutzucker genau einzustellen

  • einen HbA 1c-Wert im Normbereich haben

  • ihre Nierenfunktion überprüfen lassen

  • ihren Augenhintergrund überprüfen und ggf. behandeln lassen

Treten Komplikationen auf?


Diabetikerinnen ohne oder mit geringen Folgeerkrankungen haben – bei sehr guter Diabeteseinstellung vor und während der Schwangerschaft – kaum mehr Komplikationen zu erarten als nichtdiabetische Schwangere.

Medizinische Betreuung

Als diabetische Schwangere benötigen Sie eine sorgfältige medizinische Betreuung durch

  • Ihren Diabetesarzt (alle 2-4 Wochen)

  • Ihren Frauenarzt (alle 2 Wochen)

  • Ihren Augenarzt (ca. 3 x während der Schwangerschaft)

Es ist wichtig, schon am Anfang der Schwangerschaft eine Klinik für die Geburt Ihres Kindes auszusuchen und mit den Ärzten dort die Untersuchungen, den voraussichtlichen Aufnahmetermin und den Geburtsablauf zu besprechen.

Probleme während der Schwangerschaft


Besprechen Sie alle Fragen und Probleme, die Sie während der Schwangerschaft haben, mit Ihrem Diabetesarzt. Häufige Probleme sind

  • morgendliche Übelkeit und Erbrechen

  • der sich während der Schwangerschaft verändernde Insulinbedarf

  • Unterzuckerung, die Sie während der Schwangerschaft später bemerken

  • erhöhte morgendliche Blutzuckerwerte

Für weitere Informationen empfehlen wir Ihnen das Buch von:

Carola Deparade
"Ich bin Diabetikerin – und freue mich auf mein Kind"
Verlag Kirchheim, Mainz

Die Geburt


Bei der Geburt Ihres Kindes arbeiten Ihr Diabetesarzt, der Frauenarzt und der Kinderarzt Hand in Hand. Angestrebt wird immer eine normale Geburt zum errechneten Termin. Trotzdem ist bei Diabetikerinnen zum Schutz des Kindes häufiger ein Kaiserschnitt notwendig. Während der Geburt wird der Blutzucker meist ½ bis 1-stündlich gemessen und durch Gabe von Insulin oder Glukose als Infusion gesteuert. Durch die Überwachung der Wehen und der kindlichen Herztöne können Komplikationen früh erkannt werden und behandelt werden.

Nach der Geburt wird Ihr Insulinbedarf rapide absinken. Innerhalb von ca. einer Woche werden Sie wieder soviel Insulin wie vor der Schwangerschaft benötigen.

Das Neugeborene wird sofort vom Kinderarzt untersucht und ggf. behandelt. Das Kind kann – vor allem, wenn der Blutzucker zeitweise schlecht eingestellt war – unterzuckern. Zur Sicherheit wird es meist in der Kinderklinik noch 1-2 Tage beobachtet. Nach einer gut betreuten Schwangerschaft sind Komplikationen für das Kind kaum zu erwarten.

Stillen


Eine Diabetikerin kann ihr Kind stillen. Der Diabetes beeinflusst die Stillfähigkeit nicht. Manche Diabetikerinnen haben während der Stillzeit einen leicht verringerten Insulinbedarf.


 

 

 
 
 
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Hier finden Sie Begriffsdefinitionen von "A" wie "Acarbose" bis

"Z" wie "Zuckeraustauschstoffe"

 

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